Öl Fritteuse wechseln – so wird es sauber abgelassen und gewechselt

Das Öl wechseln gehört zu den Aufgaben, die viele Fritteusenbesitzer vor sich herschieben – nicht weil es besonders schwierig wäre, sondern weil es etwas umständlich wirkt und die richtige Vorgehensweise nicht immer klar ist. Wie kriege ich das Öl raus, ohne es zu verschütten? Wohin damit? Und wann ist überhaupt der richtige Zeitpunkt?

Ein paar Punkte im Überblick helfen dabei, den Ablauf künftig routiniert und sauber zu erledigen.

Wann ist ein Ölwechsel fällig?

Das lässt sich oft schon auf den ersten Blick erkennen: Öl, das deutlich dunkler als frisch ist, schäumt, ranzig riecht oder beim Erhitzen stark qualmt, sollte gewechselt werden. Auch nach dem Frittieren von Fisch ist ein Ölwechsel sinnvoll – der Geruch setzt sich im Öl fest und überträgt sich sonst auf alles, was danach frittiert wird.

Als grobe Orientierung: Im Haushalt, bei gelegentlicher Nutzung mit normalem Frittiergut, hält Öl bei ordentlicher Pflege etwa acht bis zehn Frittierportionen durch – vorausgesetzt, es wird zwischendurch gefiltert. Wer stark bemehltes oder feuchtes Frittiergut verwendet, kommt deutlich früher ans Ende.

Abkühlen lassen – zuerst immer

Heißes Öl lässt sich schlecht handhaben, ist gefährlich und kann Behälter aus Kunststoff beschädigen. Das Öl muss vollständig abgekühlt sein, bevor es abgelassen wird. Nicht lauwarm, sondern wirklich kalt – das bedeutet je nach Menge und Umgebungstemperatur mehrere Stunden Wartezeit.

Wer das Öl am Abend nach dem Frittieren stehen lässt und erst am nächsten Morgen ablässt, macht es richtig.

Mit Ablasshahn: der einfache Weg

Fritteusen mit Ablasshahn haben es einfach: einen passenden Behälter darunter stellen, Hahn öffnen, Öl ablaufen lassen. Der Hahn selbst ist dabei häufig unterschätzt als Reinigungsbereich – Fett setzt sich im Ventil und in der Öffnung ab und sollte bei jeder Grundreinigung mitbehandelt werden. Mehr dazu im Artikel Fritteuse mit Ablasshahn reinigen.

Ohne Ablasshahn: Schöpfen oder Kippen

Wer keinen Ablasshahn hat, muss das Öl manuell umfüllen. Die sauberste Methode ist eine Schöpfkelle oder eine kleine Ölpumpe, wie man sie für Ölwechsel im Haushalt bekommt. Damit lässt sich der Großteil des Öls kontrolliert in einen Behälter umfüllen, ohne den Behälter kippen zu müssen.

Den Behälter kippen ist möglich, aber fehleranfälliger – besonders wenn der Behälter noch leicht warm oder schwer ist. Wenn man diese Methode wählt, auf jeden Fall langsam vorgehen und einen ausreichend großen Auffangbehälter verwenden.

Den letzten Rest am Boden holt man mit Küchenpapier raus – abtupfen, nicht wischen.

Das Öl filtern, bevor man entscheidet

Bevor das Öl weggeworfen wird: kurz schauen, ob es noch weiterverwendbar ist. Wenn es nach dem Abkühlen noch klar bis leicht goldgelb ist und neutral riecht, lässt sich ein Großteil oft noch retten – dafür durch ein feines Sieb oder einen Frittierölfilter gießen, um Partikel zu entfernen, und in einem verschlossenen Behälter aufbewahren.

Wenn das Öl deutlich dunkel, ranzig oder trüb ist: filtern hilft nicht mehr, es kommt direkt zur Entsorgung.

Das Öl entsorgen

Abgekühltes, gesichertes Öl gehört in den Restmüll – in einem dicht verschlossenen Behälter. Niemals in den Abfluss. Eine ausführlichere Erklärung dazu findet sich im Artikel Frittieröl entsorgen.

Nach dem Ablassen: den Behälter reinigen

Ein Ölwechsel ist der ideale Moment für eine gründliche Behälterreinigung – der Behälter ist leer, man kann ihn ohne Umwege einweichen und auswischen. Wer das konsequent verbindet, hält Aufwand und Intervalle in einem vernünftigen Rahmen.

Frittieröl wechseln ist kein großes Projekt. Mit dem richtigen Ablauf dauert es keine zwanzig Minuten – inklusive Reinigung des Behälters.