Fritteuse einlagern – so bereitet man sie richtig vor

Die Fritteuse wird nicht das ganze Jahr genutzt. Wer im Sommer grillt, im Herbst wieder Lust aufs Frittieren bekommt und die Fritteuse dazwischen im Schrank stehen lässt, kennt das Szenario: Gerät raus, Deckel auf – und dann der Geruch. Oder das eingetrocknete Öl. Oder beides.

Das lässt sich mit einer vernünftigen Vorbereitung vor dem Einlagern fast vollständig vermeiden. Es kostet kaum Zeit, aber der Unterschied beim nächsten Öffnen ist deutlich.

Zuerst: gründlich reinigen

Bevor die Fritteuse weggeräumt wird, muss sie sauber sein – wirklich sauber, nicht „für heute Abend reicht es“. Altes Öl, das über Wochen oder Monate im Behälter steht, oxidiert, wird ranzig und zieht Gerüche an. Fettrückstände verharzen und werden mit der Zeit schwieriger zu entfernen.

Das Öl vollständig ablassen. Falls es noch gut ist und weiterverwendet werden soll, in einem verschlossenen Behälter separat lagern – nicht in der Fritteuse. Den Behälter gründlich reinigen: einweichen, auswischen, Heizelement abwischen, Frittierkorb sauber machen. Wer das konsequent macht, hat beim Herausnehmen im Herbst ein Gerät, das sofort einsatzbereit ist. Die vollständige Reinigung ist im Artikel Fritteuse reinigen – Schritt-für-Schritt-Anleitung beschrieben.

Vollständig trocknen – kein optionaler Schritt

Nach der Reinigung muss das Gerät vollständig trocken sein, bevor es eingelagert wird. Feuchtigkeit, die im geschlossenen Gerät eingeschlossen wird, führt über Wochen zu Schimmel, Rost oder muffigem Geruch.

Behälter, Korb und alle Teile offen an der Luft trocknen lassen – mindestens einige Stunden, besser über Nacht. Wer sichergehen will, den leeren Behälter kurz bei niedriger Temperatur im Backofen nachtrocknen.

Trocken und offen lagern

Die häufigste Fehlentscheidung beim Einlagern ist das Verstauen in einem geschlossenen Zustand mit noch leicht feuchten Innenteilen oder mit Restfett im Behälter. Dunkelheit und fehlende Luftzirkulation beschleunigen Oxidation und Geruchsbildung.

Besser: Das Gerät leicht geöffnet lagern, damit Luft zirkulieren kann. Wer einen Deckel hat, diesen nicht fest verschließen. Alternativ ein sauberes Tuch locker über die Öffnung legen, das Staub fernhält, aber keine Feuchtigkeit einschließt.

Lagerort: kühl, trocken, keine direkte Sonneneinstrahlung

Ein trockener Küchenbereich, ein Keller mit stabiler Temperatur oder eine Abstellkammer sind geeignete Lagororte. Hohe Temperaturwechsel – beispielsweise in einem unbeheizten Gartenhaus – sind weniger ideal, weil Kondensation im Gerät entstehen kann.

Direkte Sonneneinstrahlung beschleunigt den Abbau von Kunststoffteilen und Dichtungen. Das ist kein akutes Problem, aber über mehrere Jahre summiert es sich.

Öl separat lagern

Falls das Öl noch gut ist und für die nächste Frittier-Saison aufbewahrt werden soll: in einem dicht verschlossenen Behälter, kühl und dunkel lagern. Licht und Wärme beschleunigen die Oxidation – dasselbe Öl, das in der Fritteuse im Regal ranzig wird, hält sich in einer dunklen Flasche im Kühlschrank deutlich länger.

Beim Herausnehmen kurz prüfen

Wer die Fritteuse nach längerer Lagerzeit wieder in Betrieb nimmt, sollte kurz prüfen: Wie riecht das Gerät? Gibt es sichtbare Ablagerungen, Rost oder feuchte Stellen? Falls ja, vor dem ersten Frittiervorgang noch einmal reinigen. Was man dazu braucht, steht im Artikel Fritteuse lange nicht benutzt.

Eine gut eingelagerte Fritteuse ist beim nächsten Einsatz in fünf Minuten startklar. Eine schlecht eingelagerte kostet eine halbe Stunde Reinigungsarbeit – und manchmal auch gute Laune.